Der Fischschwarm.
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Nicht nur während der
Jugendzeit in der man sich vor Räubern schützen muß bilden Fische
sogenannte Schulen, sondern auch im ausgewachsenen Zustand gruppieren
sich Fische zu Schwärmen. Norwegische Forscher des Institutes für
Marineforschung (IMR)
untersuchen wie Entscheidungen in Fischschwärmen gebildet werden.
Grundsätzlich stellt sich die Frage, warum Schwärme gebildet werden.
Einer der Hauptgründe ist der Schutz vor Räubern. Interessant ist
hierbei das die Räuber ihrerseits in jungen Jahren Fischschulen bilden.
Gelten Barakudas und Hammerhaie im Alter als Einzelgänger, so können
diese Fischarten in jungen Jahren in Schwärmen beobachtet werden. Weiter
Gründe für die Schwarmbildung sind Überwinterung und das Brutverhalten
der Fische.
Kommt es zu einem Angriff auf einen Fischschwarm so beginnen die Fische
in Kreisen zu schwimmen. Die norwegischen Forscher wollen ergründen wie
Entscheidungen in einem Schwarm getroffen werden. Sind die Räuber die
Auslöser, welche die Fische zum Schwimmen in Kreisen drängen, oder wird
dieses Verhalten vom Schwarm erzeugt. Killerwale haben eine einzigartige
Jagdstrategie entwickelt bei der sie den Schwarm zusammentreiben und zum
Aufsteigen an die Wasseroberfläche zwingen.
Ein Fischschwarm wird als führungsloses, selbstorganisiendes System
angesehen. Die Bewegungen und Entscheidungen der einzelner Fische werden
hauptsächlich durch das Imitieren der Reaktionen der Nachbarfische
getroffen. Die Millionen einzelner Entscheidungen werden aus der inneren
Motivation und dem Dran zu Überleben jedes einzelnen Fisches getroffen.
Von Außen gesehen erscheint diese Verhalten als eine kollektives Entscheidung.
Es ist kein demokratischer Prozess, der dem kollektiven Verhalten
zugrunde liegt. Vielmehr kann das Verhalten mit physikalischen
Gesetzmäßigkeiten verglichen werden. Der Schwarm bewegt sich in die
Richtung des geringsten Widerstandes. Das heißt er bewegt sich weg vom
Angreifer. Die Bildung eines Kreises oder einer Kugel verschafft dem
Schwarm zusätzlich die geringste Oberfläche für einen Angriff. Die
Norwegischen Forscher vergleichen diese Verhalten mit der historisch,
kollektiven Entscheidung von Menschen die gleiche Sprache zu sprechen.
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