Tragischer Tauchunfall am Starnbergersee
foto: J. Heins (pixelquelle.de)
Starnberger See/Berg (19.03.2007) - Am Sonntag kam ein 46 jähriger Taucher aus Raum Augsburg am Starnberger See ums
Leben. Der Tauchunfall ereignete in der Gemeines Berg bei
Allmannshausen. Sechs Taucher, darunter auch die Frau des Verunglückten kamen auf
ungefähr 30 Meter Tiefe in Schwierigkeiten, worauf sie den Tauchgang
abbrachen. Fünf der Taucher machten einen kontrollierten Aufstieg und
tauchten unbeschadet am Seeufer auf.
Beim Auftauchen ging der Kontakt mit dem sechsten Taucher verloren.
Die sofort benachrichtigten Rettungskräfte leiteten sofort Rettungsmaßnahmen ein.
Dabei beteiligten sich laut Angaben des Münchner Merkurs 20 Taucher und weiter 60 freiwillige Helfer von
Wasserwacht und Feuerwehr. Ein Hubschrauber suchte mit einer Wärmebildkamera
aus der Luft nach dem Verunglückten. Die Suche wurde nach eineinhalb Stunden ergebnisslos abgebrochen..
Der Tauchplatz in Berg bei der Wasserwacht ist bei den Tauchern sehr
beliebt. Auf Grund des hohen Aufkommens an parkenden Fahrzeugen ist die
Zufahrt und das Parken am Seeufer nur für Besitzer mit einer
Zufahrtsgenehmigung gestattet.
Der Tauchplatz bietet eine Steilwand, welche senkrecht auf über 80 Meter
abfällt. Die Wand beginnt ab ca. 22 Meter Wassertiefe. Bei den aktuellen
Witterungsverhältnissen fällt die Wassertemperatur ab einer Tiefe von
ca. 6 bis 8 Meter auf 4 bis 6 Grad ab. Über dieser Sprungschicht ist
das Wasser meist so mit Schlamm aufgewühlt das dort Sichtweiten unter 10
cm herrschen können.
An der Steilwand ist es auch bei Sonnenschein fast immer dunkel. Nur
sehr selten berichten Taucher von idealen Licht- und
Wasserverhältnissen, die es erlauben in einer Tiefe von ca. 30 Metern
noch die Wasseroberfläche zu sehen.
Dieser Tauchplatz ist nicht für Anfänger geeignet. Der physische und
psychische Druck durch die Kälte, die geringe Sicht und die Steilwand sind
sehr groß.
Der Polizeibericht zum Tauchunfall.
Verunglückter Taucher aus dem Starnberger See geborgen.
WEITERE THEMEN: