Taucher mit dem Kopf voraus von Weißen Hai verschluckt.
© Shark Project
Sydney, Australien (23.01.2007) - Wie aus den australischen Medien zu erfahren war wurde ein Abalone Taucher von einem Weißen Hai mit dem Kopf voran verschluckt. Mit viel Glück und der Hilfe befreundeter Taucher konnte der Mann schwer verletz den Haiangriff überstehen.
Der Taucher Eric Nerhus (41) war am Dienstag mit seinem Sohn (25) und befreundeten Tauchern beim Abalone (Seeohr) tauchen am Cape Howe in der Nähe von Eden an der südöstlichen Küste von Australien, als der Haiangriff geschah.
Die Taucher befanden sich zu dem Zeitpunkt des Angriffes in ziemlich trüben Gewässern. Hr. Nerhus konnte den angreifenden Hai laut einem befreundeten Taucher nicht sehen. Wie Mitarbeiter von Reuters erfahren haben griff der Hai zuerst den Kopf des Tauchers an. Dabei wurde die Tauchmaske zertrümmert und dem Taucher die Nase gebrochen. Beim zweiten Biss war der Taucher bereits soweit in die Mundöffnung des Haies geraten, dass der Taucher Verletzungen am Oberkörper davontrug.
Zu diesem Zeitpunkt wurde Nerhus vom Hai durchgeschüttelt. In einem verzweifelten Kampf versuchte der Taucher sich loszureißen. Dabei rammte der sein Abalone Meisel in den Kopf des Weißen Haies. Der Hai ließ in los und Herr Nerhus konnte von seinem Sohn auf das Boot gezogen werden.
Im Normalfall wären die Bisse des Haies tödlich gewesen. Herr Nerhus verdankt sein Leben einer Bleiweste, die Seeohr-Taucher tragen, damit sie ohne Rückenprobleme bis zu sechs Stunden im Wasser verbringen können. Das Softblei verteilt sich dabei auf dem gesamten Oberkörper, was die Bisse des Haies abgeschwächt hat.
Herr Nerhus wurde von einem Rettungshubschrauber im Tiefflug in ein nahegelegenes Krankenhaus geflogen. „Als er bei uns eintraf, war Herr Nerhus bei Bewustsein. Er hatte eine gebrochene Nase und Fleischwunden auf beiden Seiten des Oberkörpers“ war von der Sprecherin des Wollongong Hospitals zu erfahren.
© Wikipedia
Seeohren (Abalonen) sind große Schnecken, die sich in warmen Gewässern in Küstennähe an den Fels anhaften. Sie gelten besonders in Ostasien als begehrte Delikatesse und werden als Aphrodisiakum angesehen und bringen auf dem Schwarzmarkt 180 Euro pro Kilo. Die Seeohren gehören daher heutzutage zu den gefährdeten Arten. Wie ein Korrespondent der Tagesschau vor kurzem berichtete macht die Polizei in Südafrika verstärkt Jagt auf Abalonen-Wilderer. Inwieweit die Seeohr-Taucher in Australien bestraft werden ist nicht bekannt.
Die Strafen sind von Land zu Land unterschiedlich. In Californien ist das Ernten von Seeohren nur mit Genehmigung und mit Einhaltung von strengen Regeln erlaubt. So dürfen nur Seeohren mit einer bestimmten Größe geerntet werden. Auch ist das Limit auf 3 Seeohren pro Tag und Taucher und auf maximal 24 Seeohren pro Saison beschränkt.
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