Ein Barotrauma im Magen-Darm-Trakt tritt selten auf. Gründe hierfür können zu üppige Mahlzeiten oder der Genuß von blähenden Speisen kurz vor dem Tauchgang sein. Auch das Schlucken von Luft während des Tauchganges bei einer Streßsituationen kann als Ursache eines Barotraumas angesehen werden. Das Schlucken von Luft löst in der Regel noch kein Trauma aus. Erst durch den Aufstieg und der dadurch einhergehenden Ausdehnung der Luft kann das Trauma auftreten.
Durch eine Überdehnung des Magens kann sich dieser verschließen. Als Folge kann sich ein Magendurchbruch einstellen. Das Aufstoßen von Luft nach dem Auftauchen kann als leichtes Anzeichen bewertet werden.
Eine vermehrte Gasbildung im Dickdarm kann während der Dekompression zu einem Blähungsgefühl und zu Schmerzen führen. Mit diesen Symtomen ist bei Berufstauchern mit stundenlangen, eventuell tagelangen Überdrucksexpositionen zu rechnen.
Gegenmaßnahme
Vermeiden Sie vor dem Tauchen üppiges Essen. Üben Sie öfter Wechselatmung. Sie verringern durch Üben von Wechselatmung nicht unbedingt die Gefahr eines Barotraumas im Magen-Darm-Trakt, da solch eine Verletzung beim Tauchen sehr selten auftritt. Dennoch ist Wechselatmung ein wichtiger Bestandteil beim Meistern von Gefahrensituationen und sollte beherrscht sein.
- Dr. med. O.F.Ehm / Dr. rer. nat Max Hahn / Dr. med. J. Wenzel (1996): Der neue Ehm. Tauchen noch sicherer. Leitfaden der Tauchmedizin für Sporttaucher, Berufstaucher und Ärzte - 7. Auflage. Müller Rüschlikon Verlags AG.
- Prof. Dr. med. Albert A. Bühlmann (1995): Tauchmedizin - 4. Auflage. Springer-Verlag.