Fehlende Richtlinien über die Gefahren von Nierensteinen beim Reisen

Nierensteien

Fehlende Richtlinien über die Gefahren von Nierensteinen beim Reisen


Fehlende Richtlinien über die Gefahren von Nierensteinen beim Reisenfoto: Bastian Neumann (pixelquelle.de)
Oxford, UK (14.03.2007) - Laut einer Studie in der Märzausgabe des englischen urologischen Magazins BJU International Riskieren die Reisenden mit Nierenproblemen Ihr Leben. Im internationalen Transportwesen existieren nur unzureichende Richtlinien über die Gefahren für Reisende mit Nierensteinproblemen.

Urologen forderten die englischen Transportunternehmen auf strikte Richtlinien über das Verhalten bei der Betreuung von Reisenden mit Nierenproblemen an Ihre Mitarbeiter auszugeben. Gleichzeitig werden die Hausärzte aufgefordert ihre Patienten mit Nierenproblemen über die Risiken beim Reisen aufzuklären.

Die Urologen weisen darauf hin, dass die Behandlung im Ausland hohe Arztrechnungen zur Folge haben können. Auch kann der Patient in gewissen Fällen seinen Versicherungsschutz verlieren.

Andreas Schneider von der ELVIA Reiseversicherungen meint hierzu; "Ob die Kosten einer etwaigen Behandlung im Ausland von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt werden, muss der Reisende vor Reiseantritt mit seiner Krankenkasse individuell klären. Hier gibt es Unterschiede von Kasse zu Kasse."

"Auf jeden Fall übernimmt die Krankenkasse die Kosten nur in Ländern mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht und das auch nur in der Höhe, wie es der Gesetzgeber des Reiselandes vorsieht. Oft bleibt der Reisende auf einem Teil der Kosten sitzen. Hinzu kommt, dass man selbst in unseren europäischen Nachbarländern häufig als Privatpatient behandelt wird - gegen eine dementsprechend höhere Rechnung nach Privatsätzen. Der Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung macht also in jedem Fall Sinn." Fügt Hr. Schneider hinzu.

"Nierensteine betreffen einen von zehn Personen allen Altersstufen. Die Schmerzen bei Nierensteinen sind offenkundig schlimm. In 40 Prozent der Fälle ist ein Aufenthalt im Krankenhaus notwendit". Sagt der Urologe Nigel Borley, ein Spezialist des St. George's Hospital in London.

"Die Schmerzen sind so groß, dass selbst bei der intravenösen Gabe von Morphium nur 36 Prozent der Betroffenen schmerzfrei sind".

Bei Umfragen in der englischen Transportindustrie wurde festgestellt, dass überwiegend keine Richtlinien vorhanden sind. Einzige Ausnahme ist die zivile Flug Behörde, welche ein Vorgehen bei Nierensteinproblemen bei Piloten und der Kabinencrew formuliert hat.

Spreche der englischen Reiseversicherer berichten, dass betroffene Patienten Ihren Versicherungsschutz verlieren, wenn Sie vor Antritt der Reise das Leiden bereits gekannt haben.

Im Gegensatz hierzu findet bei deutschen Reiseversicherungen keine Risikoprüfung vor Abschluss des Versicherungsvertrages statt.

"In Deutschland kommt es darauf an, ob die versicherte Person bei Abschluss des Versicherungsvertrages oder vor Reiseantritt die Notwendigkeit der ärztlichen Behandlung während der Reise kannte oder damit rechnen musste. Wer an einer Krankheit leidet, die derart instabil ist, dass jederzeit mit der Notwendigkeit ärztlicher Behandlung gerechnet werden muss, kann keinen Versicherungsschutz erwarten." sagt Hr. Schneider.















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