TAUCHSPORT - Tödliche Tauchunfälle im Kaltwasser durch Unvorsichtigkeit - TAUCHUNFALL

Tödliche Tauchunfälle im Kaltwasser.


TAUCHSPORT - Tödliche Tauchunfälle im Kaltwasser durch Unvorsichtigkeit.Carrina Beer starb mit 23 Jahren.
London, UK (12.01.2007) - Ein zu großer Tauchanzug einerseits und Alkohol beim zweiten Vorfall wurden den Tauchern zum Verhängnis. Die Analysen von zwei tödlichen Tauchunfällen aus dem letzen Jahr zeigen auf wie unvorsichtig der Umgang mit dem Sport und seinen Gefahren gehandhabt wird. Anfänger sowie Fortgeschrittene Tauchlehrer begehen immer wieder verhängnisvolle Fehler.

Wie aus englischen Medien zu erfahren ist, war der Halbtrockenanzug der 23 jährigen Tauchanfängerin Carrina Beer zu groß gewählt. Frau Beer wählte einen Tauchanzug für Männer, da sie der Meinung war, dass es mit diesem bequemer zum Tauchen sei. Diese Meinung kostete Frau Beer Ihr Leben.

Im März letzten Jahres machte Fr. Beer einen Tauchausflug mit Kollegen des King’s College London an die Küste von Brixham bei Devon. Obwohl Frau Beer bereits einige Tauchgänge gemacht hatte waren Kaltwassertauchgänge für Sie eine neue Erfahrung.

An dem Tage Ihres Unfalles betrug die Wassertemperatur des Meeres 7 Grad Celsius. Ihr Tauchpartner Gemma Clarke bemerkte dass Frau Beer Ihren Automaten nicht mehr im Mund hatte. „Carrina war nicht in Panik und hat auch sonst keine Anzeichen des Unwohlseins gezeigt“, berichtete Frau Clarke. Zwei Taucher der Gruppe versuchten sofort den Automaten wieder in den Mund zu stecken, aber Frau Beer reagierte auf diesen Versuche bereits nicht mehr.

Frau Beers Ausrüstung wurde von Spezialisten Untersucht. Dabei stellte sich heraus, das der 7mm Halbtrockenanzug Frau Beer viel zu groß war. Der Wärmeschutz des Anzugs war praktisch nicht vorhanden. Im Normalfall lassen Halbtrockenanzüge einwenig Wasser in den Anzug. Dieses wird vom Körper erwärmt und bildet somit einen weiteren Schutz vor der Kälte. In Frau Beers Fall strömte viel zu viel Wasser ungehindert durch den Anzug und kühlte den Körper der Taucherin rapide ab.

Die herangezogene Pathologin Lyndsea Wheen führte die Obduktion durch. Aus Ihrer langjährigen Erfahrung mit Kälteopfern ist bekannt, dass diese Personen immer langsamere Reaktionen zeigen. Dies begründet, warum Frau Beer nicht panisch reagiert hat. Als sie den Automaten verlor und ertrank waren Ihre Reaktionen bereits so verlangsamt, dass einen panische Reaktion nicht mehr denkbar war.


Seattle, Washington (12.01.2007) – Die Seattle Times berichtet von einem vernichtenden Report über den tödlichen Tauchunfall zweier Taucher der in Seattle ansässigen Küstenwache. Tragisch ist vor allem, dass der Crew an Bord des Eisbrechers eine große Mitschuld zugesprochen wird.

Im August letzten Jahres, an einem klaren arktischen Abend schlüpften die beiden Taucher der Küstenwache Steven Duque und Jessica Hill durch ein Loch in das 7 Grad kalte Wasser. Hill als leidender Taucher der Küstenwache hoffte auf einen Routine- Trainingstauchgang.

Das Untersuchungsergebnis brachte ungeheuerliches ans Licht. Die Crew an Deck des Eisbrechers trank noch kurz vor dem Tauchgang Bier. Die Hilfesignale der Taucher wurden falsch interpretiert und übergangen. Die Tauchausrüstung der beiden Taucher, welches seit einigen Jahren nicht mehr gewartet wurde versagte. Aber auch die Taucher machten einen entscheidenden Fehler. Sie führten doppelt so viel Blei mit sich als es für diesen Tauchgang nötig gewesen wäre. Die Untersuchen decken auf, dass der Übungstauchgang am Abend nach einer Nachmittagsparty mit viel Alkohol und einem Fußballspiel auf dem Eis angesetzt wurde.

Dunque und Hill begannen Ihren Tauchgang mit einem dritten Taucher. Da dessen Trockentauchanzug undicht war brach er den Tauchgang ab. Auch in den Anzug von Dunque soll Wasser eingetreten sein, jedoch wurde der Tauchgang von ihm weiter fortgesetzt.

Nach dem Marineprotokoll bedeute dass einmalige ziehen an der Halteleine „Stop“. Die Sicherheitscrew jedoch missachtete diese Information und einige der darauffolgenden Signale. Nach ein paar Minuten begannen die Halteleinen der beiden Taucher rapide abzurollen. Dem Marinegeologen Larry Phillips fiel dies als erstes auf. „Die Leinen rollten so schnell ab. Es war unmöglich für einen Taucher derart schnell zu tauchen“, gab Herr Phillips zu Protokoll. Als die Crew ihren Fehler bemerkte war es bereits zu spät. Hill und Dunque waren bereits auf 60 m abgesackt. Nun wurden die beiden Taucher schnell wieder nach oben gezogen. Hierdurch erlitten die beiden Taucher einen Erstickungstod, hervorgerufen durch eine Luftembolie beim zu schnellen Auftauchen aus großer Tiefe.

Die Analyse der beiden Unfälle zeigt wie schnell die Nichtbeachtung wichtiger und einfacher Sicherheitsregeln zu einer gefährlichen Bedrohung beim Tauchen führen kann. Es zeigt sich ebenfalls, dass auch erfahrene Taucher unachtsam werden und Gewohnheit mit Erfahrung verwechseln.

„Plane Deinen Tauchgang gut!“
















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