TAUCHSPORT - U-864 - Hitlers giftiges U-Boot Erbe in der Nordsee. - TAUCHEN

U-864 - Hitlers giftiges U-Boot Erbe in der Nordsee.


TAUCHSPORT -  U-864 - Hitlers giftiges U-Boot Erbe in der Nordsee. - TAUCHENRostendes Wrack der U-864
Oslo, Norwegen (19.12.2006) - Die Norwegische Küstenadministration (Norwegian Costal Administration) schlägt die Versiegelung des U-Boot Wracks U-864 vor. Das U-Boot gilt als Hitlers giftiges Erbe.

Das Deutsche U-Boot U-864 ist am 9. Februar 1945 auf seinem Weg von Deutschland über Norwegen nach Japan gesunken. Das U-Boot führte Kriegsmaterial mit sich. Historische Aufzeichnungen besagen, dass das U-Boot ca. 65 Tonnen des flüssigen Metalls Quecksilber in Stahlbehältern geladen hat. Ebenfalls an Bord befanden sich Düsentriebwerke und Raketensteuerungen. Im März 2003 wurde das Wrack der U-864 von der Norwegischen Marine gefunden. Es liegt in einer Tiefe von ca. 150 Metern, ungefähr zwei nautische Meilen westlich der Insel Fedje entfernt auf Grund.

Fedje ist eine ungefähr neuen Quadratkilometer große Insel in der Nordsee und ist Heimat von 660 Einwohnern. Die Einnahmen der Kommune werden durch Fischfang und durch den Tourismus erzielt. Eine weitreichende Verschmutzung der Küste der Insel würde Wirtschaft der Insel nachhaltig schwächen.

Als das U-Boot im Februar 1945 sank war es keine 14 Monate alt. Britische Experten haben den Aufenthaltsort der U-964 durch Entschlüsselung des Deutschen Nachrichtencodes herausgefunden. In einem einzigartigem Unterwasserduell wurde das deutsche U-Boot nach einer dreistündigen Verfolgung durch die britische HMS Venturer von einem Torpedo getroffen. Die U-964 brach in der Mitte auseinander und versank mit der 73 köpfigen Besatzung vor der Küste von Norwegen.

Auf Grund der Studien, die in den letzten drei Jahren durch die Norwegische Küstenadministration vorgenommen wurden, empfiehlt die NCA vor, das Wrack des U-Bootes U-864 und das umliegende Sediment zu versiegeln. Diese soll den Austritt des im U-Boot befindlichen Quecksilber verhindern und die Meeresfauna vor Umweltschäden schützen.

In den letzen 20 Jahren wurden weltweit bereits 30 große Versiegelungen von Quecksilber - verseuchten Abfall vorgenommen. Weitreichende Untersuchungen zeigen, das diese Maßnahmen sehr effektiv sind. Die Versiegelung des Wracks wird als permanenter Schutz der Umwelt gewertet. Die Norwegische Küstenadministration schlägt die Versiegelung des Wracks mit einem Spezialsand vor. Zusätzlich sollen die oberen Schichten verstärkt werden so das Erosion verhindert wird.

Quecksilberbehälter aus dem deutschen U-Boot U-864 am Grund der Nordsee vor Norwegen. - TAUCHENBehälter (foto: Romarheim)
Die Bergung des Wracks der U-864 wird nicht empfohlen, da das Risiko hierfür als zu hoch eingeschätzt wird. Die Quecksilberbehälter könnten bei der Bergung verstreut werden. Auch kann die Gefahr einer Explosion von nicht entschärften Torpedos nicht ausgeschlossen werden. Dies könnte eine größere Ökologische Katastrophe nach sich ziehen.

Querschnitt des U-Bootes U-864 und Treffpunkt des Torpedos auf dem Grund der Nordsee vor der Küste Norwegens. - TAUCHENQuerschnitt des U-Bootes mit Torpedotreffer
















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